Hochzeit in Thailand – Buddhistische Zeremonie & Koh Samui
Panida und Fabian haben dreimal geheiratet. Standesamtlich in Deutschland, kirchlich in Deutschland – und dann noch einmal buddhistisch in Bangkok, für den großen Teil von Panidas Familie, der in Thailand lebt. Die anderen waren schon bei den Zeremonien in Deutschland dabei. Ich war bei allem dabei.
Um 6 Uhr morgens
Die buddhistische Zeremonie begann um sechs Uhr morgens. Das ist kein Zufall und keine Tradition um der Tradition willen: Buddhistische Mönche folgen den Vinaya-Regeln, dem monastischen Regelwerk des Theravada-Buddhismus. Eine dieser Regeln besagt, dass Mönche nach zwölf Uhr mittags keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen dürfen.
Die Zeremonie beinhaltet das Darbringen von Speiseopfern – Dana. Damit die Mönche die angebotenen Mahlzeiten empfangen und einnehmen können, muss das alles vor Mittag geschehen. Sechs Uhr morgens ist dafür ein typischer Beginn. Die Mönche chanten, segnen das Paar, und die Familie bereitet die Opfergaben vor. Ein stilles, ernstes Ritual – und eines der schönsten, das ich je fotografiert habe.
Das Kleid und Koh Samui
Panida hatte ihr Brautkleid aus Deutschland mitgenommen. Die buddhistische Zeremonie selbst findet in traditioneller thailändischer Festkleidung statt – für Portraitfotos im westlichen Stil wollten wir etwas anderes. Koh Samui bot dafür den richtigen Rahmen: weißer Sand, warmes Licht, das Meer.
Es ist ein eigentümlicher Moment, wenn jemand am Strand Südostasiens in einem europäischen Brautkleid steht – und trotzdem alles stimmig wirkt. Weil Panida und Fabian beide drin sind. Weil es ihre Geschichte ist und nicht die einer Hochzeitsmesse.
Chiang Mai und der Rest
Wir waren nicht nur für die Hochzeit dort. Nach Bangkok und Koh Samui sind wir weiter nach Chiang Mai – als kleine Reisegruppe, die das Brautpaar begleitet hat. Tempel, Märkte, Essen, das man hier nicht bekommt. Menschen, die einen mit einer Selbstverständlichkeit willkommen heißen, die man sich in Deutschland erst verdienen muss.
Thailand ist kein einfaches Land zum Fotografieren – nicht wegen der Motive, die gibt es in Überfluss. Sondern weil man schnell damit beschäftigt ist, einfach nur da zu sein. Ich habe trotzdem fotografiert.